• Kunsthaus Bregenz 2014

  •  Licht/sound Installation  

    “clasp” Luminale Frankfurt 2015 

     beschichtetes Aluminium, Schwarzlicht, Plexiglas

  • Lichtfeld, S4, 2015

    Aluminium, LED, Steuerung

    38 x 38 x 6 cm

  • "gates"

    Licht, Video und Sound Installation 2014 im Museum Ritter

  • "manifolds"

    Ausstellungsansicht - Galerie am Lindenplatz

Miriam Prantl
 

Miriam Prantl    zu meiner Arbeit: 

„Networks“ und „ Integrals“                                                                                                     

 Um eine Bewegung durch Raum und Zeit zu beschreiben benötigen wir ein abstraktes, elementares System, das es uns ermöglicht die Beobachtung im Raum zu visualisieren. So erlaubt es uns an die metaphysische Seite des Raums heranzutreten und dessen innere Dimensionen aufzuklappen und heraus zu stülpen.  Raum hat eine Weichheit, eine Kontinuität durchwoben von Schwingungen und Frequenzen, das Innere liegt im Äußeren verborgen.  Mit Hilfe von Koordinaten und einem Koordinatensystem bestehend aus feinsten energetischen Linien kann durch die daraus resultierende Dynamik, ein Übergang in die Raum-Zeit vorbereitet werden.  Diese Verschiebung führt in einen Schwebezustand hinein und ermöglicht uns einen Moment lang, aus der Materialität und der Dichte des Physischen zu treten. 

„Liquid Architecture“  Die Verwandlung von realem Raum in geistigen Raum, von Prosa in Poesie, von Fakt in Fiktion, vom Statischen ins Dynamische, vom Passiven ins Aktive, vom fixierten Zustand in all seinen Formen in ein  Fluidum, das sich immerfort verändert, kann man am ehesten begreifen, in dem man  die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen der weltlichen und der spirituellen Auffassung und zwischen der Permanenz und der Vergänglichkeit untersucht.   

 

„Manifolds“ ist eine neue Serie von Bildern, die aus den Serien „Networks“ und „Integrals“  heraus und weiterentwickelt sind.  Ich arbeite noch immer mit dem Raster als Struktur und Gerüst,  um mit  Koordinaten für die Raumfindung zu agieren, jedoch versuche ich nicht wie bisher Raum und Licht  hinter dem Raster zu erschließen, sondern ich versuche  einen Raum vor dem Bild und dessen Oberfläche aufzubauen. Dazu setzte ich die Farben  und die Bänder in starken Kontrasten und für mich neuen Farbkombinationen ein. Das Bild wird konstruiert, wie ein superflaches Relief, welches die Gesetzmäßigkeiten eines dreidimensionalen Raums für sich beansprucht.  Zumindest bei der Betrachtung muss dies in Erwägung gezogen werden, dass das Bild in den Raum greift und vor dem eigentlichen Bild zu existieren beginnt. Durch die Farbkombinationen kann ich die Intensität wie das Bild aus einer Fläche, in eine dreidimensionale Struktur hinein strebt, steuern und auf oder abbauen.   

 

 „Lichtraum – verticalhorizontal“ Raum, Farbe, Licht und Zeit verschmelzen und verschränken sich in Miriam Prantls Rauminstallation zu einem Netzwerk, zu einem Moment der Wahrnehmung eines letztlich immateriellen Umfelds. Die Farbe löst die Konturen des Raums auf , die programmierte Schaltung der Lichtelemente verwandelt die Zeit in Farbmomente.  Die künstlerische Konstruktion von Raum und Zeit lässt es  fast nebenbei geschehen, dass der ästhetische und  profane Raum ineinander fließen. Der Eintritt in die Farbwelt  Miriam Prantls kann dazu führen, dass der Betrachter aus sich heraus tritt, sich als Teil eines umfassenden Energiesystems empfindet, welches die  Schichten unseres  Gewahrseins neu formiert. Der Verstand von Realität wird überblendet und das eigene Dasein für einen kleineren oder größeren Zeitraum überstrahlt, verstärkt durch Tonspuren wird der gehende und sehende Betrachter  zu einem zusätzlichen Gestaltungsfaktor. („Lichtraum“ Katalog Farbe“ Steidl Verlag und Stiftung Liner Appenzell, Textausschnitt)

 

 www.miriamprantl.com