• Georg Malin, 1926 

     

    E-Würfel, 1987 
    Bronze, poliert 
    16 x 16 x 16 cm  
Georg Malin
 Georg Malin (*8. Februar 1926 in Mauren, Liechtenstein) begann seine künstlerische Ausbildung 1947 zum Bildhauer im Schüleratelier Alfons Maggs. In den folgenden beiden Jahren wurde er in Zeichnen und Malerei von H. Wabel sowie in Zeichnen von H. Gisler an der ETH Zürich ausgebildet. 

 

Bereits in den 1950er Jahren wirkte Georg Malin bei der Ausstattung von Sakralräumen mit und schuf aus Marmor gearbeitete Grabmonumente. Zu dieser Zeit begann Georg Malin mit dem Schaffen skulpturaler Arbeiten, wie beispielsweise der aus schwarzem balzner Marmor geformten Atomkopf (1955/66), dessen Intension auf die gesellschaftspolitische Spannung der damaligen Zeit zurückzuführen ist. Die vom Künstler verwendeten Materialien umfassten mit Beginn der 1960er Jahre zunehmend Eisen und Cortéstahl und wurden dann u.a. um Bronze erweitert.  

In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts orientierte sich der Künstler zunehmend am Motivvokabular der Natur sowie deren Kräfte und Einwirken. Ergänzt wird dieses Motivvokabular insbesondere durch die in der Mitte der 1970er Jahren aufflammenden Umweltdiskussionen. Bei den Arbeiten dieser Werkphase widmet sich Georg Malin vor allem den Elementen Licht und Wasser sowie deren Verhältnis zur Zeit. Neben diesen grundsätzlich organischen Formen, zählen ab den 1980er Jahren zum Œuvre Malins auch immer häufiger geometrisch Formen, wie Vierecke, Würfel und Kreis. Das Arbeiten mit geometrischen und linearen Formen setzt sich nicht nur in den geschlossenen Würfel, gefertigt aus verschiedenen Materialien nieder, sondern wird mit dem Ende der 80er Jahre auf Großplastiken übertragen und in Form von offenen Kuben ausgearbeitet.  

Im Bereich der Malerei setzt sich Georg Malin u.a. mit Öl-, Lack-, Harzfarben und Asphalt auseinander und begann bereits 1968 mit einem Zyklus zur „Schöpfung“, bestehend aus 36 großformatigen Sperrholztafeln als Bildträger. Die im Laufe der Zeit entstandenen Zeichnungen bzw. Grafiken des Künstlers zeichnen sich durch die Verwendung von Tusche und Feder sowie durch die Verwendung einer der ältesten Drucktechniken, der Lithographie aus.