• Die Werke des Malers und Zeichners Frank Badur könnte man, wenn man denn wollte, der Konkreten Kunst zuordnen, insofern, als sein Interesse dem Phänomenologischen der künstlerischen Arbeit gilt. Gleichermassen basieren seine Farbfeldmalerei und sein graphisches Oeuvre aber auf einem Erfahrungsschatz, der sich nicht allein der konzeptuellen und geistigen Auseinandersetzung mit den die Malerei konstituierenden Elementen verdankt, sondern in hohem Maße auch der sensiblen Wahrnehmung der Welt mit allen Sinnen. Seine künstlerische Arbeit ist, um es mit den Worten des Künstlers zu sagen, ein „Reagieren auf Bilder, auf Proportionen und Strukturen, ein Reagieren auf Urbanes, auf Architektur wie auf erlebte Natur.“(Frank Badur in einem Interview mit Wita Noack, Mies van der Rohe Haus, Berlin, Dezember 2012)

    So lässt seine Malerei nicht nur ein feinsinniges Gespür für Proportionen, Strukturen und Kontraste erkennen, sondern ebenso für den Klang der Farben – sowohl dem Klang einer Farbe in sich selbst als auch im Zusammenspiel mit anderen Farbtönen. Sorgfältig wählt der Künstler die Farben entweder in Harmonie oder in Kontrast zueinander. Indem er zahlreiche, auch verschieden farbige Malschichten übereinanderlegt, bekommt die Farbe Tiefe, wirkt sie mit ihrer Textur und ihren vibrierenden Rändern überaus stofflich und körperlich.

    Immer wieder entstehen in seiner Malerei – und mehr noch im zeichnerischen Oeuvre – Werkreihen, die ein Thema variieren. In diesen Serien geht es um kein „im Voraus bestimmtes Ziel“, so Badur, denn „ihren Sinn tragen sie in sich selbst“. Gleichwohl findet das Erleben und Wahrnehmen aussereuropäischer Kulturen nicht unmittelbar, aber doch mittelbar seinen Niederschlag in den Werken des Künstlers: So haben die Farben Indiens für eine gewisse Zeit seine Palette gefärbt oder die architektonischen Strukturen Japans das Gerüst der Kompositionen geprägt. Betrachtet man die in einem seiner Kataloge abgebildeten Landschaftsimpressionen seines zweiten Lebens- und Arbeitsdomizils in Finnland, ist man geneigt, auch deren Stimmungen, Farben, Proportionen in einigen seiner Werke als Nachklang zu erspüren. Dies vermittelt den Eindruck, dass bei aller Gemeingültigkeit, die die Werke aufgrund einer gewissen archaischen Gefügtheit ausstrahlen, ihnen doch massgeblich auch eine ganz persönliche, authentische Grundstimmung eignet.
  • Ohne Titel, 2009
    Öl/Alkyd auf Canvas
    200 x 250 cm
  • Ohne Titel, 2001
    Öl/Alkyd auf Canvas
    140 x 120 cm
  • Ohne Titel, 1999/2001
    Öl/Alkyd auf Canvas
    140 x 120 cm
  • Ohne Titel, 2015
    Öl/Alkyd auf Canvas
    100 x 80 cm
  • Ohne Titel, 2015
    Öl/Alkyd auf Canvas
    70 x 60 cm
  • Ohne Titel, 2009
    Öl/Alkyd auf Canvas
    40 x 50 cm
  • Ohne Titel, 2009
    Öl/Alkyd auf Canvas
    40, 50 cm
  • Ohne Titel, 2009
    Öl/Alkyd auf Canvas
    40 x 50 cm
  • Ohne Titel, 2015
    Öl/Alkyd auf Canvas
    40 x 50 cm
Frank Badur – Malerei
06.02.2016 bis 26.03.2016