• Ty Waltinger malt Zeit
     

    Sein Malprozess beginnt mit dem weltweiten Aufspüren seltener und kostbarer Pigmente die in längst vergangenen Tagen der Erde entnommen wurden. Die Leinwand ist sein Aktionsfeld, auf dem er Pigmente und Bindemittel sich in komplexen Versuchsanordnungen entfalten lässt. Tief in die Natur seiner Mittel eingedrungen ist er so weit eins mit der Natur, dass ihre Kräfte -  er setzt seine Leinwände Regen, Schnee, Eis und Wind aus – und sein Wille nicht mehr zu trennen sind. Mit konventionellen malerischen Mitteln schafft er Ausgangsituationen für Prozesse, die Ty Waltinger im ständigen Dialog, oder auch im scheinbaren Kräftemessen mit den eigengesetzlichen Kräften der Natur, vorantreibt. Er ist dabei gleichzeitig  Sklave und Herr der Zeit. Über den Zeitpunkt an dem das naturhafte Geschehen und seine künstlerische Idee zur Übereinstimmung finden und der Prozess so in ein Werk mündet, entscheidet letztlich der Künstler. (Edelbert Köb)

     

    Die Ausstellung wurde bis 03. September 2016 verlängert.

  • "Regen in Lapis-Ultramarin", 2015, 50 x 50 cm

  • "Regentropfen auf Erdteig", 2015, 75 x 145 cm 

  • "Prussian Blue Crystals IV", 2016, 80 x 60 cm

  • "Black Crystals II", 2016, 120 x 80 cm

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  •  "Fresko",1999-2016, 43 x 43 cm
  •  links: "Manganblau zwischen Rost",2014-2016, 120 x 60 cm

    rechts: "Terra X",2013-2014, 40 x 40 cm

  • links: "Sonnennahes Cadmium", 2009-2010, 100 x 100 cm

    rechts: "Bordeaux-Spuren", 2014, 165 x 200 cm

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Ty Waltinger "in natura"
25.06.2016 bis 13.08.2016